Interview ABS
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Bandname:
Alaska

Mitglieder (Instrumentenzuordnung):
„Mr. F-Beat“ (Schlagzeug)
„Krassbass“ (Bass)
Tobi „The Hook“ (Gitarre)
Tobi „The Pipe“ (Orgel)
„Chäbi Chäfer aka Skarabäus“ (Posaune)
Joe „The Flow“ (Tenor-Sax)
„Master of Disaster“ (Alt-Sax)
„Three Valves“ (Trompete)
„Fäbe Fabulous“ (Gesang)

Durchschnittsalter: ca. 21

Gründungsjahr: 2003

Ort/Herkunft: Pfäffikon ZH und Umgebung (CH)


Internetadresse: www.alaskatheband.ch

CD's (Jahr): „Claiming Land“ (2005)

Datum des Interviews: Mai 2005


Die "direkten" Fragen ;-):

Miansha/DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

Alaska:
Ska mit Jazz und 2 Tone Einflüssen.


Miansha/DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
Alaska:
Als erstes sicherlich über die französische Sprache. Wir machen Musik À la Ska. Zusätzlich haben wir unser erstes Lied „Once upon a time in Alaska“ getauft.


Miansha/DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
Alaska:
Am besten kommt ihr natürlich an eines unserer Konzerte oder kauft unsere CD „Claiming Land“, aber wenn wir uns auf einen „Kennenlern-Song“ beschränken sollen, dann „Ride to Nowhere“.


Miansha/DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

Alaska:
NYSJE „Low Blow“, The Planet Smashers „Smash Hits“, Nguru „Twelve Pack“


Miansha/DerDUDE:
Welche Ska-Band / Ska-Persönlichkeit hat euch am meisten beeinflußt?

Alaska:
Bob Marley, New York Ska Jazz Ensemble, Jackie Mittoo, The Planet Smashers, Nguru, Chuck Robertson und Court Jester’s Crew.


Miansha/DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

Alaska:
Am stärksten wurden wir von Blues und Jazz beeinflusst. Klar gilt für praktisch die ganze heutige Musikwelt, aber man hört auch klar die Einflüsse dieser beiden Stilrichtungen in unseren Songs.

Miansha/DerDUDE:
Welche Botschaft möchtet ihr mit eurer Musik vermitteln?

Alaska:
Let’s unite and have no Streit. Dance to the Ska tonight!

Miansha/DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung? Wenn ja, welche?

Alaska:
Ganz klar das grundsätzliche schon vorhandene Gedankengut, welches sich gegen Rassismus und Ausgrenzung im Allgemeinen wendet. Wir wollen ein friedliches Zusammenleben an Konzerten wie auch in der Öffentlichkeit. Und dies hat ja die Musikrichtung SKA schon immer verkörpert.


Die Fragen zu den Konzerten:


Miansha/DerDUDE:
Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?

Alaska:
Unser wohl bester Konzertort war die Scala Wetzikon. Vor fast 380 Leuten konnten wir ein Neujahrskonzert geben und es wurde geskankt bis zum Umfallen. War echt genial. Und auch die Bühne gab uns für einmal auch sehr viel Spielraum.
Eher weniger angenehm, aber voraussehbar, war das Konzert am Carrefour-Personalfest. Wir spielten auf einer vergleichbar grossen Bühne, jedoch standen nur Leute vor uns, welche noch nie im Leben etwas von Ska gehört hatten. War nicht das angenehmste Gefühl, vor verdutzten Leuten aufzutreten…

Miansha/DerDUDE:
Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?

Alaska:
Leute mit gutem Musikgeschmack, die wissen wie man Feste feiert und durch ihre Tanzlust das nördliche Eis zum schmelzen bringen.

Miansha/DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?

Alaska:
Dass ist eine schwer zu beantwortende Frage, da diese Songs immer wieder wechseln und wir nicht nur ein Song zum Besten geben. Meistens kann man aber mit einem Coversong rechnen…

Miansha/DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
Alaska:
Rauchender Monitor mit anschliessender, unbegründeter Massenpanik und Bühnenstrum an der Ska-Night in Winterthur. Hat uns ziemlich verwirrt. Glücklicherweise ist aber niemandem etwas passiert.
Und dass vor dem Konzert im USL zusammen mit Plenty Enuff ein 30 minütiges „Einpfeiffen“ zum Mic-Check abgehalten wurde. War ziemlich lustig!

Miansha/DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?

Alaska:
Ein Konzert mit The Skatalites wäre für uns eine grosse Ehre. Aber das ist natürlich nicht die einzige Band. Es ist recht schwierig sich da festlegen zu müssen. Vor allem wenn die Band aus neun Musikern besteht.

Miansha/DerDUDE:
Was uns schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?

Alaska:
Glücklicherweise sind wir noch nie in die Situation geraten, dass wir an Konzerten solchen Abschaum antreffen mussten. Als Grundsatz gilt für uns: Null Toleranz aber auf keinen Fall Gewaltanwendung!


Fragen zur Ska-Geschichte:

Miansha/DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

Alaska:
In unserem Schaffen findet man Einflüsse aus allen drei Wellen. Vielleicht begründen wir ja die nächste, vierte Welle… Aber schlussendlich sind Wellen zum reiten da.

Miansha/DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

Alaska:
Diese Aussage trifft in unseren Augen nicht zu und ausserdem finden wir diese ewigen Schubladisierungen sowieso ziemlich müssig. Wir finden, der Offbeat zählt.

Miansha/DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

Alaska:
Es ist doch eher so, dass er sich momentan etabliert. Waren früher auf den Strassen vor allem Jugendliche mit breiten Baggies und fetten Köpfhörern, aus denen Hip Hop schallte, anzutreffen, sind es heute Leute im sogenannten „Skater-Stil“. Ein von Buttons übersäter Rucksack, roter Schuhbändel links oder rechts, Cap und lange Haare gehören zu ihren Merkmalen. Und sie hören Musik, welche sich von Punk über Ska bis Reggae bewegt. Versteht uns nicht falsch, wir haben überhaupt kein Problem damit. Wir finden das wirklich cool, denn so wird die Szene an die Öffentlichkeit getragen. Also wir sehen da kein Schlummerdasein. Beschränkt man sich aber darauf, was im Mainstream angesagt ist, läuft der Ska ganz klar nicht. Warum können wir auch nicht sagen, uns gefällt die Musik. Warum es der breiten Masse nicht zusagt, ist auch uns ein Rätsel. Aber das ist auch überhaupt nicht unser Ziel in den Charts oder etwas vergleichbarem zu landen. Meistens haben solche Wenden für Bands und ihren Stil nämlich fatale Folgen.


Schließlich was Allgemeines:


Miansha/DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

Alaska:
The Specials, Streetlight Manifesto, Court Jester’s Crew. Wobei auch hier zu sagen ist: Dies ist nur eine Auswahl. Es gibt so viele tolle Bands, die noch auf ihre Entdeckung warten.

Miansha/DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

Alaska:
Alles entsteht im innerlichen Geist des Offbeats. Personifizierungen würden hier nur zu Ausgrenzungen führen.

Miansha/DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?

Alaska:
Ganz klar unsere eigene Page www.alaskatheband.ch ?. Natürlich die Seiten unseres Labels www.808records.ch und www.leechredda.com. Für gute Infos zu Veranstaltungen und Bands www.select-yordan.net sowie www.skalender.ch.


Miansha/DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

Alaska:
Jetzt gilt es erstmal, unsere neue CD zu promoten. Zusätzlich kommen ein paar ganz heisse Konzerte auf uns zu. Wir werden in der Musik-Kaserne Basel mit Desmont Dekker und dem Two Tone Club zusammen spielen und dürfen Desorden Publico bei ihren zwei Konzerten in der Schüür Luzern und im Abart Zürich supporten. Ausserdem werden wir diesen Sommer an einigen Openairs zu hören sein. Zusätzlich dürfen wir zusammen mit Nguru in Chur und Bremgarten auftreten. Dies freut uns unglaublich, da Nguru in der Schweiz wirklich zu den Top-Acts gehört und nach einer langen Pause und mit neuem Sänger endlich wieder zu sehen ist.
In punkto CD können wir nur so viel sagen: Wir sind fleissig am Songs schreiben und es wird sicher einen Nachfolger auf unser Erstlingswerk „Claiming Land“ geben. Wann dies der Fall sein wird können wir aber noch nicht sagen. Momentan liegt der Fokus vor allem auf der musikalischen Weiterentwicklung und den vielen kommenden Konzerten.

Miansha/DerDUDE:
Wir verstummen: Sagt doch was ihr wollt ;-) Kommentare, Anmerkungen von euch!!!...
Alaska:
Der Heilige Alaska Rauchlachs grüsst euch, dankt für die Unterstützung der Ska-Szene und wünscht euch ein schönes Skadasein!


Miansha/DerDUDE:
Wir danken euch für dieses interessante, informative Interview!


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