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Bandname:
Bradley's H


Mitglieder (Instrumentenzuordnung):

Stefan an Mic und Stift
Berndi an Mic und Gitarre
Franz an der Gitarre
Berni am Bass
Pit am Schalgzeug
Burt für Sax and Porn
Philipp an der Trompete

Durchschnittsalter: 27; Psychisch: naja

Gründungsjahr: 2001

Ort/Herkunft: Übersee am Chiemsee (Gründungs- und Versammlungsort)
Die Mitglieder kommen teilweise ursprünglich auch von woanders her. Berlin, Traunstein usw


Internetadresse:
www.bradleysh.de

CDs:
Heritage (2002)
Lesson one (2004)
Geheimrezept (2007)
Diverse Live Alben von denen wir teilweise selbst erst spät erfahren haben (2001-2008)

Datum des Interviews: 16.06.2008


Die "direkten" Fragen ;-):

DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

Bradley's H:
Ska ist bei uns die leitende Musikrichtung. Wir schweifen aber gern ab. Grundsätzlich ist bei uns auffällig, dass wir niemand an den Keys haben, was nicht so oft vorkommt bei Bands die Offbeat machen.

DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
Bradley's H:
Nur mal soviel, das H steht nicht für irgendein Rauschmittel.
Den Rest könnt ihr euch erschließen, wenn ihr spitzfindig lest (bis zum Schluss versteht sich).

DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
Bradley's H:
Eigentlich fährt unsere Linie seit Jahren stetig, aber sie fährt eben. Da ist ein ständiger Veränderungsprozess mit inbegriffen. Aber hört euch doch "Whole" an.

DerDUDE:
Hat euch eine Ska-Band /Ska-Persönlichkeit am meisten beeinflußt?

Bradley's H:
Stefan: Max Romeo, Laurel Aitken, Bob

Berndi: Sublime, v.A. Bradley Nowell

Berni: Das ist mit Sicherheit "Sublime", aber dennoch haben auch Bands wie etwa die "Skatalites" oder "Mighty Mighty Bosstones" eine nicht unerhebliche Rolle gespielt.

Phil: Sublime, Seeed und New York Ska Jazz Ensemble

Burt: Sublime, No Doubt

DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

Bradley's H:
Stefan: Groundation/ Upon the Bridge (zur Zeit)

Berni: ebenso wie bei Stefan läuft bei mir zur Zeit Groundation/ Upon the Bridge rauf und runter. Zur Zeit, wie gesagt. Das heißt mein Lieblingssong/ -CD wechselt ständig.

Berndi: Ich finde immer noch die "New Dubby Conquerors" von Seeed hammermäßig.

Phil: Unangefochten Michel Camillo- "One more once"

Burt: CD - Sublime, Song? - sorry, das sind zu viele…

DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

Bradley's H:
Ich würd mal sagen, zur Gründungszeit waren einige von uns ziemlich bis vollkommen der Band "Sublime" und ihrem genialen Frontman Bradley Nowell verfallen. Aber da gibt's natürlich noch diverse mehr. Eigentlich stammen wir musikalisch gesehen alle aus verschiedenen Musikrichtungen. Was unseren Sound ja auch deutlich prägt.

Stefan: Das Gesamtpaket von A-Z, Die Offbeat Sachen Reggae, Ragga, Dancehall und auf jeden Fall die alten Hip Hop Geschichten, Downbeat, Blues… das geht noch viel weiter. Im positiven. Aber Sachen die man schrecklich findet und die man ständig um die Ohren gedudelt bekommt prägen einen ja auch. Nur eben umgedreht.

Berndi: Ich hab erst spät mit Offbeat-Mukke angefangen. Deswegen hat mich am meisten Hard-Core und Heavy Metal geprägt, was man durchaus in manchen Liedern durchhört

Berni: In meiner Musiker-"Karriere" habe ich mit Hardcore, sprich mit einer etwas härteren Gangart als wir es jetzt betreiben begonnen. Über Funk kam ich dann zur Offbeat-geprägten Musik.
Aber was mich neben Ska am meisten beeinflusst hat ist denke ich der Punk, welcher wie z.B. bei NOFX auch des öfteren mit Ska- und Reggae-Elementen kombiniert wird.

Phil: Da ich mit 6 Jahren meinen ersten Bühnenauftritt in einer Big Band hatte, hat mich definitv der Big Band Sound, Jazz, Rythm´n Blues und Funk geprägt. Dies spiegelt sich auch in meinem Sound und Improvisationen wieder.

Burt: Auch bei mir spielten anfangs Rythm´n Blues, Funk, und Jazz eine wichtige Rolle aber auch Musik aus Bayern wie z.B. Haindling hat seine Spuren hinterlassen. Den Offbeat habe ich relativ spät für mich entdeckt, möchte ihn mir aber mittlerweile nicht mehr weg denken.

DerDUDE:
Gibt es eine Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln wollt?

Bradley's H:
Wir haben ja dann doch manchmal den Zeigefinger oben. Aber eigentlich sollen die Leute mit uns abzappeln.
Das mit dem Zeigefinger ist meistens in Ironie verpackt. Niemand (mit Ausnahme einer bestimmten politischen Richtung) soll sich durch unsere Musik angegriffen fühlen müssen. Und damit meine ich wirklich NIEMAND!!! Kommt vorbei und bewegt euch! Einfache Botschaft.

DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung?

Bradley's H:
Unsere Musik hat politische Bedeutung, sobald der Text politischen Inhalt vermittelt. Sonst eigentlich nicht.
SKA himself hat heute sicherlich eine andere Bedeutung als zu Zeiten seiner Erfindung. Diese Musikrichtung ist jedoch inzwischen so weit verbreitet, dass sich Leute unterschiedlichster Gesinnung diese Mucke reinziehen (sollen).


Die Fragen zu den Konzerten:

DerDUDE:
Ein paar Fragen zu euren Konzerten: Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?
Bradley's H:
Das liegt immer daran wie viel Prozent der Zuschauer abgehen, und dann noch wie wir uns selbst so fanden. Ein schlimmstes Konzert kann und will ich eigentlich auch nicht benennen. Wir haben sie alle gern gespielt. Zum Beispiel eins in der Georg-Elser Halle in München und dann einen Monat später in 200m Entfernung auf nem Hinterhof mit 50 Leuten. Ein wunderbarer Kontrast mit zwei wunderbaren Gigs. Auf jeden Fall waren aber auch die "großen" klasse. Mit den Beatsteaks oder Groundation oder auch am Chiemsee Reggae (auch 2008 wieder).

DerDUDE:
Auf SKA-Konzerten findet man ja wirklich die unterschiedlichsten Typen. Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?
Bradley's H:
Bunt! Jung und alt und immer voll von Gegensätzen. Irgendwie genau so wie wir's gern hätten. Da kann man nicht meckern.

DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?
Bradley's H:
Immer verschieden. Traditionell wird sich in unserer Heimatregion (Chiemgau) der "Samba" gewünscht. Das ist ein Song, der immer auf eine Improvisation hinausläuft.

DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
Bradley's H:
Natürlich. Es gibt eigentlich sogar nach jedem Gig eine Erzählenswerte Geschichte. Vielleicht sollten wir ne Autobiographie rausbringen. Hat eh fast noch niemand auf der Welt gemacht. (glaub ich)

DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?
Bradley's H:
Im Grunde wollen wir sie alle. Da wir am Chiemsee Reggae Summer gespielt haben und spielen, könnten wir ja sowieso sagen mit x und y gespielt zu haben, was aber dann nur bedingt der Wahrheit entspricht. Aber nicht mal da haben wir's geschafft im selben Jahr wie Max Romeo zu spielen. Zu schade.

DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?
Bradley's H:
Da muss ich sagen, dass wir auf Gigs noch nie was davon bemerkt haben. Berndi hat ne Glatze und wurde auch schon für nen Rechten gehalten. Also ne Glatze sagt da ja noch nichts aus und die latenten Rechten lassen ihre Sprüche und Meinungen auf Gigs von uns sicher stecken. Aber wer weiß was da noch kommt. Nicht abwarten, sondern dagegen halten ist die Devise. Man muss nicht Links sein um gegen Rechts zu sein.


Fragen zur Ska-Geschichte:

DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle?
Wie seht ihr die Zukunft des SKA?
Bradley's H:
Wunderbar sehen wir die Zukunft. Und ich schätze wenn die dritte vorbei sein sollte, dann würde ich sagen.. ähm...die vierte?

DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

Bradley's H:
Weil es ihnen gefällt würde ich mal sagen. Vielleicht hat es damit zu tun, was sie vorher so gehört oder gemacht haben. Mehr Punk oder mehr Reggae.


DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

Bradley's H:
Nö. Also so wie ich das sehe, rennen die Österreicher beispielsweise den Ska Veranstaltungen die Bude ein.
Das wird schon. Optimistisch und innovativ bleiben ist angesagt. Übrigens hab ich gerade bemerkt, dass mein Office Programm (bekannter Hersteller) das Wort "Ska" nicht kennt. Interessant…
Gibt also noch einiges zu tun.


Schließlich was Allgemeines:

DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

Bradley's H:
Ui da frag ich nochmal ein paar andere…

Berni: Ein Klassiker ist natürlich die Scheibe "40 oz to freedom" von Sublime. Aber auch ich entdecke immer wieder neue Sachen, die sich wirklich lohnen gekauft zu werden. Also Augen und Ohren offen halten!

Berndi: Ich muss auch sagen, dass ich aufgrund des Abstands nur Sublime "40 oz to freedom" empfehlen kann.

Phil: Michel Camillo, Reggea Master Blaster- div. Sampler

Stefan: Max Romeo/ War inna Babylon

DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

Bradley's H:
Na da würde ich mal Laurel Aitken vorschlagen.

DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

Bradley's H:
Gigs stehen immer an. Einfach mal auf der HP oder auch Myspace vorbeischauen. Und CD: Definitiv Ja!

DerDUDE:
Platz für eigene Kommentare, Anmerkungen von euch!!!...

Bradley's H:
Rechtschreibfehler machen authentisch!!!
Sauber bleim!!
Habedieehre!
Stefan i.A. BRADLEY'S H

DerDUDE:
Ich danke euch für dieses ausführliche und informative Interview!


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