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Bandname:
Pangäa


Mitglieder (Instrumentenzuordnung):

Uli Seis (Saxophon), Alex Friedrich (Gitarre, Gesang), Bastian Schwegler (Keyboard, Gesang), Philipp Thaler (Bass, Gesang) und Tilman Thaler (Schlagzeug)


Durchschnittsalter: 24

Gründungsjahr: 2000

Ort/Herkunft: Weißenburg i.Bay.


Internetadresse: http://www.pangaea-live.de

CDs: neues Album momentan in Entstehung, Ska´n`Jah (2005), Demo 03 (2003), pangaealive (2002), War is over (2001)

Datum des Interviews: 2.3.2007


Die "direkten" Fragen ;-):

DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

Pangäa:
Tilman: Wir fassen die Richtung unter den Begriff SKA´N`JAH. Elemente aus Ska, Reggae und Jazz mit eigenen Texten und eigener Spielweise. Wir beschreiben unseren Stil als dynamischen, individuellen und sinnvollen Ska.
Alex: Wir bedienen uns zusätzlich mit Elementen aus verschiedensten Musikrichtungen geben so unseren Songs eine charakteristische Note und gestalten Liveauftritte abwechslungsreich.

DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
Pangäa:
Tilman: PANGÄA ist gleichzeitig die Bezeichnung für einen uralten Superkontinent und heißt "All-Erde". Da waren die Kontinentalplatten vereint und dies ist unser Ziel: Eine Welt. Der Name stand schon lange vor Gründung der Band fest...

DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
Pangäa:
Alex: Man sollte eine Band nie auf einen Song reduzieren. Um unsere Musik am besten kennenzulernen empfehlen wir das komplette Album anzuhören - oder noch besser: auf unsere Konzerte zu kommen, da wir in erster Linie eine Live-Band sind.

DerDUDE:
Hat euch eine Ska-Band /Ska-Persönlichkeit am meisten beeinflußt?

Pangäa:
Alex: Jeder einzelne von uns hat seinen eigenen Musikgeschmack der immer etwas von den anderen abweicht. Natürlich haben wir gemeinsame Vorbilder wie Bob Marley, Sizzla etc. von denen man ab und zu etwas abschauen und lernen kann.
Ich (Alex) kann da nur für mich sprechen. Mein großes Idol ist und bleibt Manu Chao, der mit "Mano Negra" den Ska, den wir heute kennen, wie kein anderer geprägt hat.
Tilman: Obwohl keine Skaband, hat mich GROUNDATION wohl am Meisten inspiriert.

DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

Pangäa:
Tilman: Zur Zeit "Nonbelievers"/ Upon the bridge (Groundation) & "Open the doors" / In the streets of Africa (Richie Spice)
Alex: momentan laufen die "Mad Caddies" bei mir rauf und runter

DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

Pangäa:
Alex: Das war der Reggae mit all seinen Meistern und Helden. Bei mir persönlich war es ein langer Weg bis ich den Ska für mich entdeckte. Von den "Ärzten" über "Nirvana" bis hin zu "Frank Sinatra" war da fast alles dabei.

DerDUDE:
Gibt es eine Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln wollt?

Pangäa:
Tilman: Wie der Bandname schon sagt: Eine Einheit der Menschen, also ein Bewusstsein für die Verbundenheit der Menschen mit der Natur und untereinander.

DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung?

Pangäa:
Tilman: Ska ist eine Spielweise, um Musik zu vermitteln. Natürlich sollen die Botschaften auch von Politikern gehört und verstanden werden, genauso von Wählern und unpolitischen Menschen. Wenn PANGÄA eine politische Wirkung hat, dann eher zufällig und hoffentlich eine, die im Sinne von uns allen ist.


Die Fragen zu den Konzerten:

DerDUDE:
Ein paar Fragen zu euren Konzerten: Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?
Pangäa:
Alex: Unser bester war wohl in Erlangen vor einigen Jahren, als wir zum ersten Mal eine richtige Menschenmasse begeistern konnten. Das war ein wahnsinniges Gefühl.
Die schlechten Konzerte haken wir immer schnell ab und blicken nach vorne. Doch dieses werde ich nie vergessen - war eins unserer ersten Konzerte: der Kneipenbesitzer gab einem Stammgast (der einzige Zuhörer) ein Bier aus, damit dieser noch ein bisschen dableibt...

DerDUDE:
Auf SKA-Konzerten findet man ja wirklich die unterschiedlichsten Typen. Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?
Pangäa:
Alex: Unser Publikum ist HEISS!!!

DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?
Pangäa:
Alex: Meist bauen wir neue Projekte in die Zugabe ein, um zu sehen wie sie wirken

DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
Pangäa:
Alex: "Miss Samenstau"( Herbst ´06): nun ja, Von Berlin Richtung München irgendwo in der Pampa im Stau gestanden, Bier wurde knapp, es war scheiß warm im Bus, uns war langweilig wie Sau und im Schädel brodelte der Restalkohol vom Vorabend: da kommt ma auf so grandiose Ideen wie die hübscheste Dame der Wagenkolonne zu küren was dann schon fast in sexuelle Belästigung ausartete.

DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?
Pangäa:
Alex: Manu Chao & Radio Bemba Soundsystem

DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?
Pangäa:
Tilman: Damit hatten wir bisher keine großen Probleme. Zusammen mit den Veranstaltern müssen wir natürlich dafür sorgen, dass das Feiern nicht aus dem Ruder gerät. Wir wollen ja schließlich wirklich Frieden und Freiheit. Und das geht nur, wenn man friedlich ist, und frei.
Alex: Nazis sind es nicht wert beachtet zu werden, denn genau das wollen die auf den Konzerten erreichen.


Fragen zur Ska-Geschichte:

DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

Pangäa:
Tilman: Mit Wellen hab ich mich noch nie groß identifiziert. Die Spielweise wird es solange geben, wie es Musiker gibt, die sie zu schätzen wissen. Dabei verändert sie sich natürlich in dem Maße, in dem sich die Menschen und damit die Musiker verändern.
Alex: Der Ska ist besonders in Deutschland stark im kommen. Die Bands werden bekannter und die Tonträger werden professioneller aufgenommen. Die ganz großen Plattenindustrien haben diesen Trend zum Glück noch nicht erkannt. Ich denke und hoffe, das bleibt erst mal so. Ein Dieter Bohlen sollte davon die Finger lassen. Ich würde gar nicht mehr von einer 3. oder 4. Welle sprechen, da es eine ganze Menge Leute gibt, die regelmäßig Ska-Konzerten besuchen. Ska ist keine kurzweilige Erscheinung mehr. Wir würden uns wünschen, dass wir als PANGÄA einen Beitrag dazu leisten können, den Ska noch bekannter zu machen und fester in Deutschland zu etablieren.

DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

Pangäa:
Alex: Zunächst einmal behaupte ich, dass keine Band zusammen kommt und sagt: "wir sind nun eine Ska-Band". Ska-Bands entstehen nicht, sie wachsen. So behaupte ich weiter, dass Punk-Rock-Bands dann zum Ska-Punk greifen und Reggae-Combos eher zum Traditional (wie bei uns geschehen). Ausnahmen gibt's natürlich immer. Diese bestätigen bekanntlich die Regel.


DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

Pangäa:
Alex: Ich hab viele Festivals aller Art und Größe besucht. Immer wenn eine (gute) Skaband auf die Bühne trat, brach eine Lawine der Begeisterung los und Party war am Start. Auf PANGÄA-Konzerten läuft das nicht anders ab.
Ich frage mich auch des Öfteren, warum "Tokio Hotel" erfolgreicher ist als alle deutschen Skabands zusammen. Nun, vielleicht ist die breite Masse in Deutschland einfach noch nicht bereit für diese Art von Musik. Reggae und Ska ist nicht nur Musik sondern auch Lebensmotto und Problembewältigung. Ich denke Deutschland ist noch zu sehr mit Automarken oder Depressionen beschäftigt. Unsere Kultur amerikanisiert sich mehr und mehr, was es dem Ska nicht einfacher macht. Doch wenn ich mir die stetig wachsende Ska-Gemeinde vor der Bühne anschaue, so hab ich ein sehr gutes Gefühl. Der Ska kommt, da bin ich mir sicher.


Schließlich was Allgemeines:

DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

Pangäa:
Alex: Superskank

DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

Pangäa:
Alex: Manu Chao

DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?

Pangäa:
Alex: www.wikipedia.org

DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben?
Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?
Pangäa:
Alex: Im Mai nehmen wir eine neue Platte mit aktuellen Songs auf. Des weiteren planen wir im Juni eine Berlin-Tour. Dann bringen wir alle erstmal Diplom und Examen unter Dach und Fach, dann wird die Welt erobert.

DerDUDE:
Platz für eigene Kommentare, Anmerkungen von euch!!!...
Pangäa:
Alex: Wir werden berühmt! Nazis raus!

DerDUDE:
Ich danke euch für dieses ausführliche und informative Interview!


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