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Bandname:
SkaGB

Mitglieder (Instrumentenzuordnung):

Linus (Gitarre/Gesang)
Bavid (Bass)
Pavid (Posaune)
Achim (Trompete)
Basti (TenorSax)
Hannes (AltSax)
Olli (Schlagzeug/Perkussion)

Durchschnittsalter: 31

Gründungsjahr: 2007

Ort/Herkunft: Bonn (mit einer Prise Köln)

CDs: „Auf dem Holzweg“ (2008), „Blendend“ (2011)

Internetadresse:
www.skagb.de

Datum des Interviews: 30.04.2011


Die "direkten" Fragen ;-):

DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

SkaGB:
Also die Hauptcharakterzüge unserer Musik liegen erstmal im Ska, man bekommt bei uns eigentlich hauptsächlich Offbeats um die Ohren. Hinzu gesellen sich dann noch Einflüsse aus Punk, Rock, Pop, Reggae und russisch angehauchten Beats. Ein weiteres Merkmal sind unsere deutschsprachigen Texte.

DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
SkaGB:
Das war schon ein ganz schönes Hickhack. Bei so vielen Bandmitgliedern ist natürlich eine Einigung immer schwierig. Das ist auch bei anderen Entscheidungen so (siehe CD-Cover, Bandfotos usw.). Das können andere Ska-Bands sicher bestätigen. Da wir damals schon ein russisch angehauchtes Stück in unserem Repertoire hatten, gefiel uns die Mischung aus dem russischen Geheimdienst KGB und natürlich dem Wort „Ska“ ganz gut. Und dann wurde eben abgestimmt. Wir sind sozusagen als Geheimagenten im Dienste des Ska unterwegs (was für Plattidüden hier gekloppt werden…). Aus dem russischen Stück ist übrigens später unser „SkaGB-Theme“ geworden.

DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
SkaGB:
„Guten Tag, Hallo“ der erste Song unseres neuen Albums und gleichzeitig unser Eröffnungsstück auf Konzerten. Es ist sozusagen ein Einstiegsstück, ähnlich einer Ouvertüre im klassischen Sinne. Es wurden verschiedene Musikstile eingebunden: schneller Ska, Rock, einen sogenannten Springteil und einen Soloteil, so dass man gleich am Anfang einen guten Überblick erhält, was einen gleich erwartet.

DerDUDE:
Hat euch eine Ska-Band /Ska-Persönlichkeit am meisten beeinflußt?

SkaGB:
Die Bands mit den größten Einflüssen auf unsere Musik stammen hauptsächlich aus dem Ska-Bereich, wie The Busters, El Bosso und die Ping Pongs, Madness aber auch aus dem Ska-Punk-Bereich, wie die Bosstones, Mad Caddies, Sondaschule, Spitfire, Dallax und das Farin Urlaub Racing Team. Weitere persönliche Einflüsse auf die Bandmitglieder finden sich gleichzeitig aber auch im klassischen Bereich und im Brass sowie deutschsprachigen Singer/Songwritern.

DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

SkaGB:
Da können wir uns nun wirklich nicht einigen…

DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

SkaGB:
Punkrock und Klassik!

DerDUDE:
Gibt es eine Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln wollt?

SkaGB:
Habt Spaß und tanzt!!!

DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung?

SkaGB:
Als Band und Musiker haben wir an erster Stelle Musik im Sinn, nicht Politik. Wir haben noch nie ver-standen, welche großartigen politischen Statements man von Ska-Bands auf der Bühne erwartet. Wä-ren wir konservativ, neoliberal oder elitär würden wir ja wohl kaum so eine Musik machen. Einige, die diese Antwort jetzt lesen, werden uns wahrscheinlich wieder den roten Stern im Bandlogo um die Ohren hauen wollen. Nur zu! Bei der Gestaltung eines Logos lässt man seinen Gedanken eben seinen freien Lauf, da damals für uns der Zusammenhang zwischen dem KGB und dem SkaGB rauskommen sollte, haben wir eben diesen Stern gewählt, das war‘s.


Die Fragen zu den Konzerten:

DerDUDE:
Ein paar Fragen zu euren Konzerten: Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?
SkaGB:
Zu den besten bisherigen Konzertorten zählen eindeutig das Kult 41 sowie die Mausefalle in Bonn – klar, bei Heimspielen wird man natürlich immer sehr freundlich empfangen. Auch im Bonner Brücken-forum konnte man schon mal einen Eindruck von einer wirklich großen Bühne bekommen – letztendlich aber alles NICHTS gegen das, was uns in diesem Sommer bevorsteht: die RhEINKULTUR! Gänsehaut! Und schlimme Konzertorte…mmmh…man muss halt immer das Beste daraus machen und Gas geben, dann bekommt man auch den trägsten Saal zum Arschwackeln.

DerDUDE:
Auf SKA-Konzerten findet man ja wirklich die unterschiedlichsten Typen. Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?
SkaGB:
Eine bunt gewürfelte Menge. Studenten, Zivis, Frauen, Männer – und alle gutaussehend und bestens gelaunt!

DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?
SkaGB:
Das ist verschieden. Im Moment sind wir der Meinung, dass im Zugabenteil ein Coversong enthalten sein sollte, den die Leute kennen. Das kann dann mal ein klischeehaftes „RemmiDemmi“ sein oder auch ein abgewandeltes „Killing in the name“. Natürlich in Ska-Varianten. Nach wie vor kommt aber auch unser „SkaGB-Theme“ am Schluss sehr gut beim Publikum an.

DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
SkaGB:
Naja, eine richtige Tour haben wir bisher noch nicht machen können. Letztens haben wir mal ne sonn-tägliche band-interne Fahrradtour von Bonn nach Köln gemacht. Als wir uns mit unseren Kölner Bandmitgliedern nach ca. dreieinhalb Stunden am Dom getroffen haben, taten uns ganz schön die Ärsche weh…

DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?
SkaGB:
Sehr gerne mal mit den Busters oder auch mit der Sondaschule.

DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?
SkaGB:
Bisher waren noch nie welche da. Damit beschäftigen wir uns, falls es wirklich mal so weit kommen sollte.


Fragen zur Ska-Geschichte:

DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren?
Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?
SkaGB:
Um ehrlich zu sein, haben wir uns nicht alle mit der Geschichte des Ska beschäftigt, bevor wir SkaGB gegründet haben. Gerade durch Interwiefragen wie diese fängt man aber dann doch noch mal an nachzuschauen, was denn nun wirklich die drei Ska-Wellen ausmacht, wobei man dann natürlich feststellt, dass die letzte Welle lange vorbei ist und wir nun im „DANACH“ musizieren. Tante Wikipedia beantwortet die Frage nach der Zukunft des Ska sehr treffend, auch damit können wir uns identifizieren: „Ska ist mittlerweile eine beliebte Live- und Partymusikrichtung und es hat sich eine sehr aktive und offene Subkultur gebildet. Diese zeigt sich nicht so sehr in aktuellen CD-Verkäufen, dafür sind aber immer öfter Ska-Bands im Line-Up großer Festivals zu finden, da sie wie wenig andere für sommerliche Partymusik stehen.“ (aus Wikipedia)

DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

SkaGB:
Keine Ahnung. Jede Band versucht halt das Beste für sich zu finden. Die Entwicklung einer Ska-Band ist natürlich immer auch abhängig von den Mit-Musikern die gehen und hinzukommen. Seit uns David Ende 2010 an der Posaune verstärkt hat, haben wir wieder mehr in Richtung traditional-Ska gemacht. Das liegt natürlich auch an seinen bisherigen Erfahrungen in seiner früheren Band, den „Quicksteps“ aus Aachen. Falls aber mal wieder jemand aus der Punk-Ecke hinzustoßen sollte, kommen eben auch aus diesem Genre wieder Einflüsse hinzu...


DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

SkaGB:
Naja, bezüglich des Schlummerdaseins wollten wir noch mal kurz auf das oben erwähnte Wikipediazitat hinweisen. Aber grundsätzlich stimmt es schon, dass Ska sich nie richtig durchsetzen wird. Auf der aktuellen Busters-DVD-Reportage wird dieses „Problem“ ebenfalls angesprochen. Dieses Nischendasein und die Abneigung der Radiostationen. Aber: was soll’s? Solange die Leute zu Ska-Konzerten gehen, wird diese Art von Musik nie sterben. Kündige mal heutzutage ein Grunge-Konzert an und du wirst sehen, welche Musik eher am abnippeln ist.


Schließlich was Allgemeines:

DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

SkaGB:
Da gibt’s natürlich mehrere: The Busters – Das Konzert für die Ewigkeit (DVD), Dallax – Big Proud, Mad Caddies – Just one more, Yellow Cap – Live!, Farin Urlaub – Endlich Urlaub … und noch einige mehr!

DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

SkaGB:
Laurel Aitken

DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?

SkaGB:
www.skalovers.de, www.allska.de, und www.derdude-goes-ska.de natürlich. Und auch www.skagb.de – fast vergessen!

DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben?

SkaGB:
Da kommt jetzt demnächst echt eine schöne Zeit auf uns zu. Am 10.06. werden wir unsere neue CD „Blendend“ veröffentlichen. Natürlich gibt’s auch ne Record-Release-Party in der Bonner „Asscobar“ für die wir uns einiges einfallen lassen haben. Eine Woche später spielen wir zusammen mit „Dallax“ aus Tokio im Kölner „Sonic Ballroom“. Auch darauf freuen wir uns wie blöd. Das Highlight in diesem Sommer (und vielleicht auch für die nächsten Jahre) wird aber unser Auftritt am 02.07.2011 auf der RhEINKULTUR. Auf so einer Bühne vor so vielen Leuten ist es für jede Band ein wirklich fettes Ereig-nis! Und danach schauen wir mal weiter…

DerDUDE:
Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

SkaGB:
Die CD enthält 10 Stücke in typischem SkaGB-Gewand. Sie reichen von Ska bis Ska-Punk bis Reg-gae. Natürlich wieder mit deutschen Texten. Leider hat das Ganze ne Weile gedauert, aufgenommen haben wir schon im letzten Jahr, dann kam ein Umzug unseres Bassisten und gleichzeitig Produzenten David (Bass) in die Quere. Das hat alles etwas entschleunigt – letztendlich sind wir nun aber froh, dass das Baby nun endlich rauskommt! Und natürlich auch sehr stolz drauf.

DerDUDE:
Ich danke euch für dieses ausführliche und informative Interview!


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