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Bandname:
SUPERSKANK

Mitglieder (Instrumentenzuordnung):
Marc Mega - ( Gesang/Gitarre),
Stamo (Gitarre/Mandoline)
Ferdi Biernot (Bass)
John Johnstone (Drums)
Und an den SKANKHORNS:
Peter Trom (Trompete, Flügelhorn)
High-Co (Sax)
O.Olaf (Posaune)


Durchschnittsalter: Nach Verjüngungskur immer noch ca. 25

Gründungsjahr: 2001

Ort/Herkunft: Nürnberg


Internetadresse: www.superskank.com

CD's (Jahr): Audio : "Skalamari Sinsemilla" vol. 1+2 (2001/2002, Eigenvertrieb) "Superskank"(VÖ: 26.5.2004, Pirate Rec. / Sony)
Samplerbeiträge: "Never Surrender" (2002)
"A call from the underground" (2003, Jag-M)
"Partisanen 6" (2003, Day-glo Rec. / Connected)
"Her mit dem schönen Leben" (2003, Al dente Recordz)


Video: "Am Strand" (2001, DV-Videoclip produziert von die Bildfabrik)-> gibts nur auf unserer Seite im Netz!
"Lieber Gott" (2003, DV-Videoclip produziert von Frame-Art)-> ist auf der "Superskank"-CD mit drauf!


Datum des Interviews: Februar 2005


Die "direkten" Fragen ;-):


Miansha/DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

SUPERSKANK:
Deutschsprachiger Ska mit Punk-, Pop- ,Rock- und Jazz-Einflüssen mit den drei(faltigkeits) Textbereichen: Politik, Party und Liebe.


Miansha/DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
SUPERSKANK:
Naja, "Ska" sollte im Wort mit auftauchen. Und das Wortspiel zwischen Stinktier und rauchbaren Suchtmitteln hat uns natürlich auch ganz gut gefallen. Außerdem war ein Kriterium auch die verfügbarkeit einer Internet-Präsenz. Superskank war noch frei. Unglaublich aber wahr.


Miansha/DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
SUPERSKANK:
Wir empfehlen drei Songs: "kleiner Brandschatz", "Skataki", und "Genug". Wer diese drei Songs gehört hat, der kann sich ein bißchen besser ein Bild über unsere musikalische Bandbreite machen.


Miansha/DerDUDE:
Welche Ska-Band / Ska-Persönlichkeit hat euch am meisten beeinflußt?

SUPERSKANK:
Ich glaube, keine. Aber seit wir vor einigen Jahren beschlossen haben, Ska zu spielen, haben wir uns natürlich gezielt durch das Ska- und Reggae-Angebot durchgehört. Top-Favoriten auf dem deutschen Musikmarkt waren/sind für uns die "Court Jesters Crew" und "Dr.Ring Ding" aber da gibts natürlich noch ganz viel andere tolle Musiker und Bands.

Miansha/DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

SUPERSKANK:
Nachdem alle Superskank-Musiker aus den verschiedensten musikalischen Ecken kommen, ist die Antwort nicht eindeutig zu geben. Wir haben Hardrock-Geprägte ebenso wie verkappte Metaller oder auch Freunde kubanischen Sons , sowie Punkrock und auch Jazz-Fundamente.

Miansha/DerDUDE:
Welche Botschaft möchtet ihr mit eurer Musik vermitteln?

SUPERSKANK:
Wir wollen, dass sich alle Anwesenden mit uns freuen und feiern. Ganz nebenbei versuchen wir auch ein bißchen politisches Entertainment mit einzubauen. Das soll aber nie zu einer verbissenen Polit-Veranstaltung geraten. Es geht eher um den spielerischen Umgang mit politischen Botschaften und in erster Linie um ein tanzbares, spassiges Programm.

Miansha/DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung? Wenn ja, welche?

SUPERSKANK:
Die Bedeutung, die wir unserer Musik geben, hat nichts mit besonderen Eigenheiten von SKA zu tun. Wenn wir einer anderen Musik frönen würden, hätte sie vermutlich dieselben politischen Aussagen. Die politische Bedeutung unserer Musik ist also weniger von der Musik geprägt, als von den textlichen Aussagen. Und die wiederum stehen bei uns eigentlich mehr in der Punkrock-Tradition, also definitiv links der Mitte...


Die Fragen zu den Konzerten:


Miansha/DerDUDE:
Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?

SUPERSKANK:
Die Orte waren eigentlich immer in Ordnung. Sehr schön sind halt immer die sommerlichen Open-Airs, da gibts meistens das beste Catering, einen wunderbaren Backstage-Bereich, größeres Publikum und auch sonst viel mehr Vergnügliches als bei "standard"-Gigs.

Miansha/DerDUDE:
Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?

SUPERSKANK:
Begeisterungsfähig, Tanzwütig, Rockbar.

Miansha/DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?

SUPERSKANK:
Das variiert von Gig zu Gig. Kommt auf das Publikum an. Wir bemühen uns jedoch immer, unser Programm dramaturgisch so aufzubauen, dass am Schluss alle ganz friedlich und zufrieden nach Hause gehen können. Sehr oft spielen wir deshalb ein (bisher unveröffentlichtes) Lied namens "ans Meer".

Miansha/DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
SUPERSKANK:
Nun wir hatten schon einige Erlebnisse, die von fast gepfählten Mitmusikern bis zu diversen netten Aufeinandertreffen mit Staatsorganen reichen. Der Sturm hätte uns auch schon mal fast von der Bühne geweht. Das verrückteste Erlebnis ist aber immer wieder, wie wir es jedesmal schaffen, soviele Leute plus Equipment in einen kleinen alten VW-Bus zu bekommen, ohne das die Achse bricht.

Miansha/DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?

SUPERSKANK:
Wir spielen mit jeder Band gerne, die nett ist und musikalisch irgendwie mit einem Superskank-hinterlässt-verbrannte-Erde-Konzert umgehen kann.

Miansha/DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?

SUPERSKANK:
Auf unsere konzerte kommen definitiv keine Nazi-Skins! Sollten sich doch mal irrtümlicherweise welche einfinden, gehen wir auch ganz bestimmt in keinster Weise mit ihnen um.


Fragen zur Ska-Geschichte:


Miansha/DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

SUPERSKANK:
An unserer geschickt um das eigentliche Thema der Frage herumlavierenden Antwort erkennst Du unsere mangelnden Vorkenntnisse über diese Musik-Geschichtlichen Ereignisse, was sich auch in unserem unbekümmerten und unvorbelasteten Umgang mit dieser Art (und anderer Arten) von Musik wiederspiegelt. Wir haben jedoch schon desöfteren befreundete Ska-Bands darüber philosophieren hören, und können deshalb mit Überzeugung sagen: Nach der dritten Ska-Welle kommt vermutlich irgendwann die vierte!

Miansha/DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

SUPERSKANK:
Naja, wenn sie was anderes spielen würden, wäre es ja vermutlich kein Ska mehr. Außerdem fängt doch jeder mal in einer Punkband an, oder nicht?

Miansha/DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

SUPERSKANK:
Ska hat´s auch nicht schwerer als all die anderen Musikrichtungen. Wenn man sich z.B. ansieht, wie viele der Musik-Acts, die bei uns in Nürnberg auftreten, als SKA definiert werden, braucht man sich um ein eventuelles Schlummerdasein eigentlich keine weiteren Gedanken mehr machen. Wie sich das in anderen deutschen Städten verhält ist uns leider nicht wirklich bekannt. Wir werden jedenfalls quer durch die Republik gebucht,können uns darüber also wirklich nicht beklagen. Und wenn man die Tourdaten von Bands wie z.B. Pantheon Roccocco sieht, dann glaubt man nicht mehr an ein Nischendasein. Schwer für alle jungen Bands aus allen Genres ist eigentlich nur die mangelnde finanzielle Ausstattung vieler staatlich- oder Kommunal-subventionierter Clubs, was sich natürlich in den mickrigen Gagen wiederspiegelt, die junge Künstler und Musikschaffende an den Rand des finanziellen Ruins treiben.(Nach dem Motto: Wie ihr wollt Geld? Bei uns gibts nur Essen - Pizza - und einen leeren, versifften Platz hinter der Bühne zum Pennen-!) Wo die Mittel gekürzt werden, und gleichzeitig ein Mehr an künstlerischem Profil und Professionellem Schaffen gefordert wird, läuft irgendwas ganz gehörig schief. Das auch Musiker Rechnungen und Lebensunterhalt bezahlen müssen, ist anscheinend nicht interessant. Daran sind aber auch nicht alleine die Clubs schuld, sondern vor allem die allgemeine, politisch verursachte finanzielle Schieflage in der Kulturförderung. Darüber hinaus fehlt es vielen Einrichtungen ganz allgemein an Mut zu Neuem.


Schließlich was Allgemeines:


Miansha/DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

SUPERSKANK:
schon mal was von "Pangäa" aus Weißenburg oder von "Semtex" aus Zwiesel gehört?

Miansha/DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

SUPERSKANK:
2004 ist ja unser "Bananenhai" erschienen. Der wird jetzt erstmal promoted. Der nächste Longplayer sollte 2005 erscheinen, und natürlich noch viel besser werden, als alles was vorher veröffentlicht wurde.

Miansha/DerDUDE:
Wir verstummen: Sagt doch was ihr wollt ;-) Kommentare, Anmerkungen von euch!!!... Miansha/DerDUDE:
Ich verstumme: Sagt doch was ihr wollt ;-) Kommentare, Anmerkungen von euch!!!...
SUPERSKANK:
Wir hoffen, dass wir die Ska-Traditionalisten unter den Lesern dieses Interviews nicht verprellt haben. Es ist aber immer wichtig, sich nicht nur stur auf ein Genre einzulassen. Das, was auch den kreativen und künstlerischen Reiz ausmacht, ist doch eben genau der Blick über den (musikalischen) Tellerrand. Das macht die Sache einfach interessanter. Kommt auf unsere Konzerte und feiert mit uns!


Miansha/DerDUDE:
Wir danken euch für dieses informative Interview!



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