Interview ABS
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Bandname:
Yellow Cap

Mitglieder (Instrumentenzuordnung):
Kay Vocals, Marc Gitarre, Norman Bass, Markus Piano, Peter Orgel, Zahnfleischbluter Saxofon, Fiedel Trompete, Rudy Posaune, Thomas Percussion, Larry Schlagzeug

Durchschnittsalter: 20

Gründungsjahr: 1998

Ort/Herkunft: Görlitz Sachsen

CDs (Jahr): "Doesn´t matter" 2003; "LIVE" 2004

Internetadresse: www.yellow-cap.com

Datum des Interviews: April 2006


Die "direkten" Fragen ;-):

Miansha/DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

Yellow Cap:
Wir spielen eine Mischung aus Ska und Reggae, beeinflusst von den Stilen, auf die wir sonst noch so stehen: Jazz, Funk, Latin


Miansha/DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
Yellow Cap:
Wir wollten was mit ner Farbe im Namen haben. Als wir erfuhren, dass "Black Sabbath" schon als Band existiert, nannten wir uns völlig frustriert Yellow Cap


Miansha/DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
Yellow Cap:
Den " Den "Yellow Cap Ska", der ist auch auf beiden Scheiben drauf, also doppelt praktisch


Miansha/DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

Yellow Cap:
Also mit der "Live in Montreaux" von den Busters verbinden wir ne ganze Menge Erinnerungen. Aber auch diverse Madness Alben. (Gilt übrigens für die Frage davor auch)


Miansha/DerDUDE:
Welche Ska-Band / Ska-Persönlichkeit hat euch am meisten beeinflußt?

Yellow Cap:
Da kommen die "Busters" und auch die "Skatelites", sowie "Mr. Review" und "El Bosso" ganz klar drin vor. Eine Band allein zu nennen, wäre da sicher zu wenig


Miansha/DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

Yellow Cap:
Ich glaube im weitesten Sinne Jazz

Miansha/DerDUDE:
Welche Botschaft möchtet ihr mit eurer Musik vermitteln?

Yellow Cap:
Ich glaube, das ist mit einem Wort nicht gesagt. Wir zählen uns nicht als typische "die Welt ist schlecht" Band, denn es gibt viele schöne Dinge im Leben. Andererseits verschließen wir uns auch nicht vor den Problemen dieses Planeten und verarbeiten sowohl das eine, als auch das andere in unserer Musik. Ich glaube die Kernaussage ist: Auch wenn es manchmal schwierig ist, arbeite dran, kämpfe für dein Ziel und vergiss nicht, dass Leben zu geniessen.

Miansha/DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung? Wenn ja, welche?

Yellow Cap:
Natürlich hat es die. Zum einen ist da die Diskriminierung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe, die, wenn auch völlig unverständlich, immer noch ein brandaktuelles Thema ist. Wenn man mal die alten Jamaica Platten hört, kommt man auch ziemlich schnell auf die Lösung des Problems: Nämlich, dass es viel mehr Toleranz, Akzeptanz, und Liebe auf der Welt geben muss und das ein Miteinander viel schöner als ein Gegeneinander ist. Eine weitere wichtige Bedeutung ist auch, dass irgendwann auch der Letzte begreift, dass Skinheads absolut nichts mit diesen völlig verdummten Naziidioten zu tun haben. Ich denke, dass der Ska ein guter Botschafter ist, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen.


Die Fragen zu den Konzerten:


Miansha/DerDUDE:
Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?

Yellow Cap:
Es gibt sehr viele Orte, zu denen wir immer wieder gern fahren und noch zu viele, an denen wir noch nicht waren. Wir haben mal in nem Irish Pub gespielt. Die Bühne war 3x 2,5 m groß. Da haben wir zu zehnt drauf gespielt! Das war ne coole Party und ne große Herausforderung aber eigentlich kein schlimmer Konzertort. Aber den Lindenpark in Potsdam oder den alten Gasometer in Zwickau zum Beispiel, beehren wir immer wieder gern um nur einige zu nennen.

Miansha/DerDUDE:
Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?

Yellow Cap:
Bunt gemischt. Skinhead meets Rastafari meets Hip Hop und Kid von nebenan und Punks und alle sind da und das ist schön. Sogar Heavy Metaler haben schon zu Yellow Cap gefeiert.

Miansha/DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?

Yellow Cap:
Wir haben mal Rudy a message to you gecovert und in ganz speziellen Momenten rutscht der uns raus.

Miansha/DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
Yellow Cap:
Nun wenn so zehn Durchgeknallte unterwegs sind passiert eigentlich ständig irgendwas. Unser Saxofonist verletzt sich ständig irgendwo, also erste Hilfe statt Rock n Roll ;-)

Miansha/DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?

Yellow Cap:
Immer wieder gern mit den Busters. Aber so als Traum wären da die Skatelites oder Madness gaaaanz weit vorn. Mit Laurel Aitken hatten wir Gott sei Dank noch das Vergnügen...

Miansha/DerDUDE:
Was uns schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?

Yellow Cap:
Wir haben nen Song, der heißt Answer of Rudeness. Der befasst sich mit dem Thema. Wenn sich irgendwelche Naziidioten im Publikum befinden und die dann den englischen Text auch nicht verstehen, gibt's ne klare Ansage von uns und wie von Zauberhand reguliert sich das Problem im Publikum selbst...


Fragen zur Ska-Geschichte:

Miansha/DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren? Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

Yellow Cap:
Also zu welcher Ska- Welle wir gehören, darüber können sich Kritiker beraten. Ich denke, Ska ist ne Richtung wie Blues oder Jazz oder Samba usw. Das ist kein Trend, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Musikgeschichte, was ihn unsterblich macht. Der Ska und auch der Reggae hat sich immer mit anderen Stilen zu vermischen gewusst, z.B. mit Punk, Rock usw. Ich denke, dass wird er auch weiterhin tun und wir alle werden daran mitarbeiten.

Miansha/DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

Yellow Cap:
Ich denke Punk und Ska/ Reggae sind schon irgendwie miteinander verwandt. Denken wir mal zum Beispiel an "The Clash" . Der Punk erlebt ja auch wieder mal so ne Art Revival und ist natürlich viel agressiver als der normale Ska. Von daher eignet er sich für viele junge Bands um deren Unmut Luft zu machen. Aber ich finde eigentlich nicht, dass die jetzt alle auf Skapunk oder Traditionell machen.

Miansha/DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

Yellow Cap:
Also ich finde, der Ska ist durchaus etabliert oder heißt etabliert, dass man bei Pro 7 als Cd der Woche gehandelt wird? :-) Der Ska war ja schon mal ziemlich weit oben mit der ganzen Madness- Welle usw. Genauso war es mal mit Jazz, Funk und wie sie alle heißen. Und mit dem, was momentan in den Charts ist, bin ich doch froh, dass der Ska dort nicht dazugehört


Schließlich was Allgemeines:

Miansha/DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

Yellow Cap:
Benennen wir mal " the Godisland of Ska" und wer die ist, ist ja klar oder :-). Ich denk, man sollte das nicht an einer Person festmachen.

Miansha/DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?

Yellow Cap:
Na in jedem Fall eure: www.derdude-goes-ska.de . Aber auch www.Allska.de Mal ganz abgesehen von unserer: www.yellow-cap.com.


Miansha/DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

Yellow Cap:
Wir planen zurzeit das Jahr 2006 mit ca. 50 Konzerten. Es gibt verschiedene Gespräche über Theater- und Musicalprojekte in Görlitz und ganz Deutschland. Eine größere Europatournee ist in Planung. Unsere nächst CD planen wir für das Frühjahr 2007. Also: Ohren gespitzt, es gibt noch viel von uns zu hören.


Miansha/DerDUDE:
Wir verstummen: Sagt doch was ihr wollt ;-) Kommentare, Anmerkungen von euch!!!...
Yellow Cap:
Wir wünschen www.derdude-goes-ska.de weiterhin alles Gute und bedanken uns für die freundliche Unterstützung. Macht weiter so.

Miansha/DerDUDE:
Wir danken euch für dieses ausführliche und informative Interview!


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