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Bandname:
The Ska'm'Peace

Mitglieder (Instrumentenzuordnung):

Kati - Gesang
Tobi -
Drums
Verena -
Tenorsax
Rahel -
Altosax
Chris -
Trombone
Moritz -
Trumpet
Moe -
Gitarre
Mike -
Bass


Durchschnittsalter: 24

Gründungsjahr: 2000

Ort/Herkunft: Boisch/ Bonn


Internetadresse: www.skampeace.de

CDs:
Crustation Invasion (2003)
Private (2006)

Datum des Interviews: 15. Jan. 2007


Die "direkten" Fragen ;-):

DerDUDE:
Hallo! Mal ein paar Fragen direkt zu euch, wenn ich darf?:
Wie würdet ihr eure Musikrichtung als Ska-Band näher charakterisieren?

The Ska'm'Peace:
Also, am Besten könnte man das Ganze als Ska mit Einflüssen aus Funk, Rock, Jazz und finnischer Volksmusik beschreiben. Gründe für diesen Stilmix sind hauptsächlich die unterschiedlichen musikalischen Herkünfte der Bandmitglieder, z.B. kommen Gitarrist und Bassist eher aus der Rock-Ecke, während unser Trompeter eher auf Jazz steht. Das ist ja auch grad das Interessante am gemeinsamen Musikmachen, man weiss nie was hinten rauskommt.

DerDUDE:
Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?
The Ska'm'Peace:
Die Idee für den Bandnamen hatte ein sehr guter Freund der Band (Kalle mit Namen…). Das Wortspiel spricht ja für sich…J

DerDUDE:
Welchen Song sollte man sich anhören, um eure Musik am besten kennenzulernen?
The Ska'm'Peace:
Meine persönlichen Favouriten sind "Zeit" und "Odd Paradise", weil das Songs sind, die unseren Stilmix ganz gut repräsentieren. "Odd Paradise" gibt's übrigens auf unserer MySpace-Seite(http://de.myspace.com/skampeace) umsonst zum Anhören...

DerDUDE:
Hat euch eine Ska-Band /Ska-Persönlichkeit am meisten beeinflußt?

The Ska'm'Peace:
So weit ich das sagen kann waren Reel Big Fish die ausschlaggebende Band, Slapstickers waren natürlich - da in der näheren Umgebung ansässig - wichtig für unser "bekannter werden". SKA-P und the Busters aber auch andere Bands standen musikalisch meist hoch in unserer Gunst!

DerDUDE:
Welches ist euer Lieblingssong/ -CD?

The Ska'm'Peace:
Mein persönlicher Lieblingssong ist das "Radiolied" von "The Clerks"…

DerDUDE:
Welche Musikrichtung, neben dem SKA, hat euch am meisten geprägt?

The Ska'm'Peace:
Ich denke, dass diese Frage nicht so leicht zu beantworten ist, da bei uns sehr viel an Sti(e)len zusammen kommt. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass wir unseren eigenen Stil noch nicht ganz entwickelt haben. Vielmehr sind wir weiter auf der Suche nach DEM Skasong, der Eingängigkeit, schweisstreibenden Groove, harmonische Komplexität und Gefühl miteinander verbindet. Unsere Sängerin Kati, die auch die Songwriterin ist, arbeitet daran und mein Gefühl sagt mir, es kann nicht mehr lange dauern, bis wir den perfekten Song geschrieben haben...

DerDUDE:
Gibt es eine Botschaft, die ihr mit eurer Musik vermitteln wollt?

The Ska'm'Peace:
Habt Spass, liebt euch, trinkt Bier, fickt das System….

DerDUDE:
Hat SKA für euch auch eine politische Bedeutung?

The Ska'm'Peace:
SKA hat vom Ursprung her schon eine Art politische Dimension. Das schachbrett-Muster, schwarz und weiß, steht für eine Symbiose aus schwarzen und weißen Musikern, die zusammen Musik machen. Generell ist Ska, entstanden auf Jamaika, entwickelt in Groß Britannien, ein multikulturelles Genre, das heutzutage vor allem wieder von den neuen interessanten Einflüssen aus allen möglichen Kulturkreisen der Erde auflebt (z.B.: Latin Ska, Russian Ska,…) Die Praxis sah dann ehrlicherweise gesagt nicht immer so tolerant und gemischt aus, aber für die Zukunft sehe ich gerade in der Offenheit der Musikrichtung für Stilmischungen mit, sagen wir "world music", eine Chance in einer globalisierenden Welt zu zeigen, wie offen und respektvoll man miteinander umgehen kann und sollte.


Die Fragen zu den Konzerten:

DerDUDE:
Ein paar Fragen zu euren Konzerten: Was waren eure besten und schlimmsten Konzertorte?
The Ska'm'Peace:
Die besten Konzerte sind eigentlich immer unsere traditionellen Weihnachtskonzerte, die sind immer mit Pogo und Stimmungsgarantie. Außerdem ist das "Ahorn" (der Veranstaltungsort) unsere Homebase, also wie ein Auftritt im Wohnzimmer…
Schön war auch das erste Konzi im Amos, wo Alkohol verboten und das Durchschnittsalter ca. 16 war, aber die Mischung und die Stimmung einfach Wahnsinn waren!
Schlimmstes Konzert war das OpenAir im November auf dem Lindenplatz in Rheinbach. Schonmal versucht eiskalte Blech- und Holzblasinstrumente vernünftig zu tunen? Zumal wir damals auch noch richtig ungut waren…

DerDUDE:
Auf SKA-Konzerten findet man ja wirklich die unterschiedlichsten Typen. Wie würdet ihr euer Publikum charakterisieren?
The Ska'm'Peace:
Treue Seelen, die nur darauf aus sind zu Tanzen und den Tobi nackt zusehen…

DerDUDE:
Was spielt ihr als Zugabe (welchen Song)?
The Ska'm'Peace:
Normalerweise spielen wir "Ska Junkie" oder auch "Ska Lesson" und gerne auch "Ska Tales"…

DerDUDE:
Gibt es ein verrücktes Erlebnis auf einer Tour, welches erzählenswert ist?
The Ska'm'Peace:
Haufenweise! Das Beste war glaub ich, dass wir bei einem Auftritt in Mainz die nagelneue Trompete von Boris über Nacht auf dem Bürgersteig stehen gelassen haben und am nächsten Tag die Polizei anrückte, da man von einer Bombe ausgegangen war. Die Trompete mit einem Wert von mehreren tausend Euro war Gott sei Dank noch da am nächsten Morgen…

DerDUDE:
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten zusammen auftreten?
The Ska'm'Peace:
Ich würd gerne mal mit den Clerks spielen…

DerDUDE:
Was mich schon immer beschäftigt, ist die Frage, wie ihr mit Nazi-Skins auf Konzerten umgeht?
The Ska'm'Peace:
Die kommen eigentlich nicht zu unseren Konzerten, da wir denen zu soft sind. Wenn wir jedoch mitbekommen wie Leute rumpöbeln oder diskriminieren, werden wir das nicht ignorieren. Vorallem sollten Veranstalter von Konzerten und Festivals stets klar machen, dass sie für Rassisten und Sexisten keinen Platz haben.


Fragen zur Ska-Geschichte:

DerDUDE:
Vielleicht noch ein wenig zum Thema Ska-Geschichte?: Es wird häufig von 1-3 Ska-Welle gesprochen. Inwieweit könnt ihr euch damit identifizieren?

The Ska'm'Peace:
Wir sind wie schon gesagt sehr vielseitig in den Einflüssen zu unserer eigenen Musik. Für traditional Ska sind wir meist zu schnell, haben aber durchaus schon mal two-tone-Einflüsse, einiges vom Punk und Rock. Am Nähesten sind wir wohl der Third Wave und Leuten wie den Busters, aber eigentlich sehen wir uns eher frei von Klassfizierungen, frönen weiterhin dem Offbeat, aber was drumherum passiert entscheidet meist jeder song für sich selbst.

DerDUDE:
Was kommt nach der 3. Ska-Welle? Wie seht ihr die Zukunft des SKA?

The Ska'm'Peace:
Ich glaube, es ist nicht mehr möglich die Zukunft des Ska weiterhin mit einer Wellenbewegung zu identifizieren, da sich Ska neben der "klassischen" Third Wave, die ich jetzt einfach mal noch als so etwas wie "reinen" Ska bezeichnen möchte, immer mehr mit anderen Musikstilen gepaart und so weiterentwickelt hat.
Die Zukunft des Ska liegt in seinen vielseitigen Ausrichtungen bei einer gemeinsamen Grundlage, also Ska-Punk, -Funk, -Jazz, sogenannter Latin Ska als Mischung mit Cumbia, Salsa u.ä., Symbiosen mit volkstümlicher Musik oder HipHop usw. Eigentlich sind den Ska-People kaum Grenzen gesetzt, zu experimentieren. Deshalb lieben wir auch diesen Stil.

DerDUDE:
Wie kommt es, eurer Meinung nach, dass sich die meisten jungen Bands entweder in Richtung traditional Ska oder Ska-Punk entwickeln?

The Ska'm'Peace:
Für viele junge Bands sind Festivals und große Konzerte eine wichtiger Teil des Musizierens und traditional Ska wie auch Ska Punk kommen bei einem breiten Publikum meist gut an, weshalb diese Orientierungen sehr attraktiv sind.


DerDUDE:
Warum hat es der Ska so schwer, sich zu etablieren? Ist Ska zum ewigen Schlummerdasein verdammt?

The Ska'm'Peace:
Die Ska-Szene ist verhältnismäßig klein und kuschelig, aber keineswegs eingeschlafen. Auf Open-Airs und Festivals vor allem im Sommer sind Ska-Bands immer noch und immer mehr bei einer breiten Masse beliebt. Und in unseren Breiten nicht zum Mainstream zu gehören, finde ich nicht besonders schlimm.


Schließlich was Allgemeines:

DerDUDE:
Letztlich noch ein paar allgemeine Fragen: Welche Band / Ska-CD würdet ihr den Surfern/Ska-People besonders ans Herz legen wollen? (Mal abgesehen von euren eigenen ;-)

The Ska'm'Peace:
Für Leute, die auf versierte Instrumentalisten stehen, kann ich Tokyo Ska Paradise Orchestra empfehlen. Bislang haben mich noch alle ihre Alben überzeugt!

DerDUDE:
Wen würdet ihr als den "Godfather of Ska" bezeichnen?

The Ska'm'Peace:
Desmond Dekker ist da ein ganz guter Kandidat, auch wenn es bestimmt einige andere nennenswerte Altväter gibt.

DerDUDE:
Welche SKA-Page würdet ihr den Surfern im Netz besonders empfehlen? Welche Favoriten habt ihr?

The Ska'm'Peace:
Ich treib mich meistens auf myspace rum. Da gibt es noch einige Skabands zu entdecken...

DerDUDE:
Was steht an nächsten Projekten/ Konzerten an? Wird es eine neue CD geben? Wann kommt sie raus und was wird auf uns zukommen?

The Ska'm'Peace:
Über Konzerte informieren wir auf unserer Homepage und haben - auch wenn unser Drummer wegen einem Auslandsaufenthalt kurzfristig ersetzt werden muss - schon einige Termine im Kasten. Demnächst steht ein OpenMusic-Contest (www.openmusiccontest.org) an.
Unsere neue CD "private" ist gerade Anfang Januar erschienen und liefert neun Songs, in denen wir uns von allen Seiten präsentieren, ob funky, punky oder finnische Volksmusik, Hauptsache SKA! Seit den Aufnahmen waren wir auch schon wieder fleißig, wer also unsere allerneuesten Kreationen hören will, der muss uns live erleben, was meiner Meinung nach ohnehin die beste Form des Ska-Erlebnis ist!

DerDUDE:
Ich danke euch für dieses sehr ausführliche und informative Interview!


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